Mählich durchbrechende Sonne

               Schönes,
           grünes, weiches
                Gras.

                Drin
             liege ich.

        Inmitten goldgelber
            Butterblumen!

  Über mir ... warm ... der Himmel:

                 Ein
          weites, schütteres,
lichtwühlig, lichtblendig, lichtwogig
             zitterndes
                Weiß,
             das mir die
                Augen
    langsam ... ganz ... langsam
              schließt.

  Wehende ... Luft ... kaum merklich
            ein Duft, ein
          zartes ... Summen.

                 Nun
              bin ich fern
             von jeder Welt,
    ein sanftes Rot erfüllt mich ganz,
                 und
    deutlich ... spüre ich ... wie die
                Sonne
           mir durchs Blut
                rinnt.

             Minutenlang

              Versunken
          alles ... Nur noch
                 ich.

                Selig!
Arno Holz (1863 -1929)

aus: FRAGMENTE 22.Jahrgang /Nr.3 / Juni 2008

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