„Ich finde es ja echt cool, dass wir gemeinsam die Sachen für unsere Firmung shoppen gehen. Habt ihr euch eigentlich sonst schon Gedanken über die Firmung gemacht?” „ach, dass ist doch ganz einfach: Firmung heißt: Erstkommunion, 2. teil.” „naja, aber es ist schon auch was, was zum christlichen Lebensweg dazugehört. So eine Art „Ja-Sagen”.” „Au Mann, das klingt motiviert! Ich sag immer: nützt's nix, schadt's nix.” „Wisst ihr was: Für mich heißt Firmung schon, dass ich eine stärkere Bindung mit Gott eingehen will.” „Was, wirklich? Das ist doch übertrieben, es ist schlicht und einfach die nächste Stufe nach der Erstkommunion, so wie die 6. nach der 5. Klasse kommt.” „nein, ich mein das ernst: Es ist eine Glaubensbestätigung, und zwar aus mir heraus, aus meinem Inneren.” „naja, zumindest ist es so eine Art Eingliederung in die Ruprechtsgemeinde. Wir gehören nachher irgendwie mehr dazu.” „Ja aber, dann müsste doch die Firmung mehr mit der Gemeinde zu tun haben. Ich meine, da kommt der Provinzial der Jesuiten, um uns zu firmen, und wir kennen den nicht mal.” „also, ich sag's euch ganz ehrlich: Ich lass mich firmen, damit ich später mal kirchlich heiraten kann und Taufpate sein darf.” „Och, mir geht es aber schon um mehr: Ich werde mit der Firmung zum vollwertigen Glied der christlichen Kirche.” „Bei uns ist die Firmung halt Familientradition...” „Für mich ist sie mein erster eigener Schritt im Glauben!” „gut, wie auch immer. aber wenn der Mann, der uns zum Bahnhof gefahren hat, mich nochmal einen Krocha nennt, dann werd ich zum Emo!”
Der obige Text ist ein fiktives Gespräch von unseren Firmlingen. Die zugrunde liegenden Aussagen haben wir aber gemeinsam bei unserem Firmwochenende gesammelt.
Um sich ein weniger plakatives Bild von Achim Pribitzer, Anna Theil, Annika Lipiarska, Benni Klebel, Daniel Döll, eva niel, Markus Kronfellner, Valentin Eisendle, Valentin Kleibel und Yuki Steinböck zu machen, laden wir alle Mitglieder der Ruprechtsgemeinde herzlich ein, sie persönlich näher kennenzulernen.
aus: FRAGMENTE 22.Jahrgang /Nr.3 / Juni 2008