DIALOG NORD-SÜD

DIALOG NORD-SÜD (DINOS) ist eine NGO, gegründet in Wien unter der Leitung von S. E. Kardinal Franz König, der den Ehrenschutz übernommen hatte. Die Gründung von DINOS steht im Zusammenhang mit dem Bemühen der NGO's auf der ganzen Welt gemeinsam vorzugehen, um die Folgen der Armut in den ländlichen Gebieten zu beseitigen oder zumindest zu lindern. Unsere hauptsächliche Aufgabe ist die Förderung einer wirtschaftlichen Partnerschaft im Rahmen von Entwicklungshilfe und der Zusammenarbeit zwischen Industrieund Entwicklungs-Ländern (Nord-Süd-Kooperation), sowie zwischen Entwicklungsländern untereinander (Süd-Süd-Kooperation).

DINOS arbeitet momentan in Kamerun, einem Land an der Westküste Afrikas, für das ein Entwicklungs-Plan entworfen wurde. DINOS hat in Kamerun bereits mit der Hilfe von Pater Joop und der Gemeinde St. Ruprecht mehrere Projekte im Bereich Gesundheit, Bildung und unter anderem kleinere Kreditprogramme für die Armen realisiert. Kamerun liegt im Golf von Guinea, hat nach Amazonien den zweitgrößten Regenwald der Welt und besitzt viel Potential für erneuerbare Energien, leidet aber unter einem großen Energiemangel. Dabei benutzt man immer noch mehr fossile Energien, um Strom zu produzieren, was für die Natur schädlich ist. DINOS kämpft auch für den Naturschutz und hat einen Plan zur Einführung von erneuerbaren Energie-Technologien (Wind, Sonne, Biogas, Umwandlung von Abfällen in Energie, pflanzliche Öle, usw.) für die Dritte Welt entwickelt. Zu diesem Zweck war DINOS im letzten April mit Experten in Kamerun, um diese Projekte den Behörden und der Regierung Kameruns vorzulegen, was gut aufgenommen wurde. DINOS wurde aufgefordert, diese zwei Themen der Bevölkerung im Rahmen einer Konferenz mitzuteilen, die im November 2007 stattfinden soll.

Dank Pater Joop hat sich das ehemalige Mitglied der EU-Kommission Dr. Franz Fischler bereit erklärt, nach Kamerun mitzukommen, aber sein voller Terminkalender erlaubt ihm dies nicht; er wird ab April 2008 verfügbar sein, und so wurde die Konferenz auf April 2008 verschoben. Eine österreichische Expertendelegation unter der Leitung von Dr. Franz Fischler wird sich nach Kamerun begeben, um eine Konferenz zur Erhaltung des Regenwaldes entlang des Kongo-Gebietes abzuhalten. DINOS würde sich freuen, wenn einige Gemeindemitglieder von St. Ruprecht sich dieser Delegation anschließen. Ein diesbezügliches Programm wird vorbereitet. Auf die Frage „Warum soll Österreich, ein Land, das weit weg ist vom Golf von Guinea, einen Beitrag zur Erhaltung dieses Gebietes leisten?” ist die Antwort ganz einfach: die Erderwärmung ist ein globales Problem, und wenn diese zweite Lunge der Welt zugrunde geht, wird die ganze Welt darunter leiden. Deswegen der Aufruf an die Internationale Gemeinschaft, Kamerun eine starke Hand zu leihen, damit das Gebiet für die nachkommenden Generationen bewahrt wird.

Auch das Projekt zur Einführung von erneuerbaren Energien in Kamerun wird fortgesetzt. DINOS hat mit Solarlampen begonnen, das sind Lampen mit einem Sonnenmodul und einem Akkumulator, der sich mit Sonnenenergie auflädt und am Abend für die Beleuchtung sorgt. Dann folgt ein parabolischer Solarkocher, der mit Sonnenenergie dem Kochen dient; dadurch bleibt es den Frauen erspart, Kilometer lang zu Fuß gehen zu müssen, um Holz zu suchen.

Diese zwei Projekte dienen dazu, die Natur zu schonen, denn sie verhindern, dass Holz geschnitten wird um kochen zu können, und dank der Sonnenlampen wird man weniger Erdöl für die Beleuchtung brauchen.

DINOS hat schon von Österreich aus viele Kontakte für Kamerun geknüpft, unter anderen mit Eurosolar Austria, einem Verein, der die Förderung der erneuerbaren Energien unterstützt; mit österreichischen Gesellschaften, die saubere Energie produzieren (Energieautarke Gemeinden). Energieautarke Gemeinden produzieren ihren eigenen Energiebedarf anhand von sauberen (emissionsfreien) und nachhaltigen Quellen (Biogas, Sonne, Biomasse usw.): Wolkersdorf- Obersdorf in Niederösterreich; Güssing im Burgenland; Kötschach-Mauthen in Kärnten. Alle haben ihre Absicht manifestiert, nach Kamerun zu kommen, und ihre Erfahrungen einzubringen, um das Energie-Problem in Kamerun zu lösen, und ihre Kenntnisse für die Erhaltung der Natur für das Land zur Verfügung zu stellen.

DINOS würde sich sehr freuen, wenn Gemeindemitglieder von St. Ruprecht, die Bekannte haben, die auf diesem Gebiet Kenntnisse besitzen und diese auch gerne mit anderen teilen möchten, DINOS informieren. DINOS würde es auch sehr schätzen, die Unterstützung dieser Mitglieder bei der Verwirklichung dieser zwei Projekte zu gewinnen.

Im Namen von DINOS möchte ich noch einmal der Gemeinde St. Ruprecht für die Unterstützung unserer Projekte danken.

Bernard Ndouga, DINOS-Projektleiter

aus: FRAGMENTE 21.Jahrgang /Nr.4 / September 2007

Home