Aufgeteilt auf drei Arbeitskreise haben die rund 25 TeilnehmerInnen des Gemeindetages diese Themen am Vormittag intensiver bearbeitet und die Ergebnisse am Nachmittag im Plenum vorgestellt und diskutiert. Der Wunsch nach einer Belebung der Agape ist bereits konkret geworden: einmal im Monat soll die Agape Raum für thematische Gespräche bieten, an den anderen Samstagen soll die Agape wieder verstärkt dazu genutzt werden, GottesdienstbesucherInnen, die neu in St.Ruprecht sind anzusprechen und ihnen damit den Zugang in die Gemeinde zu erleichtern.
Im Arbeitskreis zum Thema „Kinder – Jugend – Familie” ist diskutiert worden, wie Kleinkinder, Kinder bis zur Erstkommunion, Schulkinder, Jugendliche und junge Erwachsene besser in die Liturgie und in die Gemeinde eingebunden werden können. Auch hier können einige Vorschläge sofort umgesetzt werden, z.B. dass Kinder beim Segen nach vorne kommen und dann mit dem Priester ausziehen. Das bereits vorhandene Infoblatt für Eltern mit Kindern wird wieder in der Kirche ausgehängt und aufgelegt, und Renate Hochmeister wird in den nächsten Monaten für Kontinuität bei Ausflügen und anderen Aktivitäten für Familien mit Kindern sorgen und Interessierte darüber informieren. Eine große Herausforderung bleiben von der Gemeinde leistbare, ansprechende Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene in St.Ruprecht.
Die Arbeitsgruppe zum Thema „City-Pastoral” hat eine Standortbestimmung versucht: St.Ruprecht kann seine Liturgie und die vielen Charismen der Gemeinde selbstbewusst vorzeigen. Die individuellen und kollektiven Bedürfnisse sind aber im Hinblick auf Veränderungen in der Zusammensetzung der Gemeinde und im Umfeld immer wieder kritisch zu sichten. Eine Frage, die auch in der Diskussion im Plenum mehrfach gestellt worden ist: Was sind berechtigte Anfragen und Bedürfnisse - und welche davon kann die Gemeinde auch leisten?
Am Nachmittag hat es Gelegenheit gegeben, mit Pater Gernot Wisser ins Gespräch zu kommen, und wir haben überlegt,welche Schwerpunkte wir im Herbst zum Jubiläum „20 Jahre St.Ruprecht” setzen wollen, ehe wir den Gemeindetag mit einer Vesper abgeschlossen haben.
Eveline Kalmusaus: FRAGMENTE 20.Jahrgang /Nr.3 / Juni 2006